Gesellschaft0

Aus der Geburtskirche in Bethlehem - VideoDie das Licht des Friedens bringen

VOGELSBERGKREIS (aep) Der Zug, der am Sonntagabend aus Richtung Fulda in Alsfeld anhielt, pünktlich um 18.18 Uhr, der wurde schon von einer Reihe Menschen am Bahnsteig erwartet – aber nicht unbedingt, um einzusteigen. Am Sonntag holten die Wartenden etwas ab: das Friedenslicht, das Vogelsberger Pfadfinder aus Fulda mitbrachten – und das aus Bethlehem stammt. Ein Licht mit Symbolkraft.

 So unscheinbar die Kerzen in den Laternen auch erschienen, hatten die Flammen doch bereits eine weite Reise hinter sich, erzählen die 20 Kinder und Jugendlichen, die die Lichter im Zug mit sich führen – alle in Uniformen. Es sind Mitglieder der evangelischen Pfadfinder Vogelsberg, die am Sonntag zum sechsten Mal bereits die Aufgabe hatten, das Friedenslicht aus Bethlehem in den Vogelsberg zu bringen – ab Fulda und per Zug, damit Gläubige an allen Haltestationen daran teilhaben können.

Es sei in der Geburtskirche Jesu in Bethlehem entzündet worden, versichert das evangelische Dekanat, und dann ohne Unterbrechung unter anderem nach Wien gebracht worden. Was einen gewissen bürokratischen Aufwand mit sich bringt, denn offene Flammen in einem Flugzeug zu transportieren, ist zumindest heute eher schwierig.

Von Wien aus brachten Pfadfinder es nach einem zentralen Aussendungsgottesdienst in viele europäische Städte, eben auch nach Fulda. Und die Vogelsberger Pfadfinder brachten es am Sonntagabend von dort mit dem Zug mit – als Symbol des Friedens zur Weihnachtszeit, bei den Zugfahrten vorsichtig gehütet.

Die Botschaft griffen offenbar doch etliche Gläubige auf, denn in Alsfeld warteten gut zehn Menschen mit Laternen und Kerzen auf die jungen Überbringer, und selbst auf dem ganz kleinen Zeller Bahnhof war es noch ein halbes Dutzend.

Für den vierten Advent laden die Pfadfinder abschließend auch noch zu einem Friedenslichtgottesdienst in Kirtorf ein.

OL-Pfadfinder1-1712-webOL-Pfadfinder-1712-webOL-Pfadfinder2-1712-web