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Ein Vortrag zum Thema Hyigene am kommenden Donnerstag am Krankhenhaus Eichhof. Foto: privat/archiv

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Ganzheitliche Patientensicherheit im Focus von Treffpunkt Gesundheit am Krankenhaus EichhofOperation gelungen – Patient krank

LAUTERBACH (ol). Norovirus, MRSA, Infektionen durch mangelnde Hygiene oder gar Verwechslung von Patienten – die Liste der Horrorszenarien in Krankenhäusern ist lang, die Themen bedeutsam.

Welche Maßnahmen das Krankenhaus Eichhof in Lauterbach ergreift, um Patienten, Personal und auch Besucher vor Irrtümern oder gesundheitlichen Risiken durch Keime zu schützen, erläutern Qualitätsmanagement-Beauftragte Sonja Seeger und Hygienefachkraft Dagmar Nigge in ihrem gemeinsamen Vortrag „Ganzheitliche Patientensicherheit – Instrumente des Hygiene- und Risikomanagements“ am Donnerstag, 20. April, um 18 Uhr in der Eingangshalle des Krankenhauses. Das kündigt das Krankenhaus Eichhof in einer Pressemeldung an.

Eingeladen sind alle Interessierten, die sich im Vorfeld eines stationären Aufenthalts oder als Angehörige von Patienten ausführlich informieren wollen. „Das Thema geht im Grunde jeden an“, erklärt Seeger. Die Qualitätsmanagement-Beauftragte sieht den Informationsbedarf nicht nur bei möglichen Patienten, sondern vor allem in der Prävention. „Angehörige und Besucher, die einen Erkrankten im Rahmen eines stationären Aufenthalts besuchen, müssen wissen, wie sie mit umsichtigem Verhalten verhindern können, dass Keime überhaupt erst in ein Krankenhaus mitgebracht werden“, sagt Seeger.

Gemeinsam mit Hygienefachkraft Nigge gibt sie Einblicke in die am Eichhof umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen, wie das Patientenarmband, das jeder Patient gleich bei Aufnahme erhält, zur Sturzvermeidung bei eingeschränkter Beweglichkeit oder zur Dekubitusvermeidung durch langes Liegen. Das im Lauterbacher Krankenhaus eingeführte „Patient Blood Management“, eine Maßnahme, die die Gabe von Blutkonserven einschränkt, oder die „Aktion Saubere Hände“, die sich genau wie „No Hands“ der besonderen Hygiene der Hände widmet, werden ebenfalls erläutert.

Die beiden Expertinnen informieren aber auch über Arbeits- und Verfahrensanweisungen für das medizinische und pflegerische Personal, die Aufklärung von Patienten und das Fehler-Report-System. Auch die OP-Sicherheitscheckliste, das Beschwerdemanagement und die Teilnahme des Lauterbacher Krankenhauses am MRE-Netzwerk Mittelhessen, einem Zusammenschluss von Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen, die sich der Vermeidung von multiresistenten Erregern verschrieben haben, sind weitere Inhalte des Vortrags.

Im Anschluss an die Präsentation besteht die Möglichkeit für das Publikum, zu den einzelnen Themen nachzufragen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.