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Nach einem Verkehrsunfall mit 1,7 Promille und ohne Führerschein:Fahrer flüchtet zu Fuß und wird geschnappt

BAUNATAL (ol). Vergeblich versuchte am Donenrstagmorgen ein 54-jähriger Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis nach einem Unfall zu flüchten. Der Mann hatte Grund, die Polizei zu fürchten: Er war schwer alkoholisiert.

Gegen 9 Uhr kam der Fahrer beim Auffahren auf die A49 an der Anschlussstelle Baunatal-Mitte von der Fahrbahn ab und fuhr in den Graben. Da sich sein Fahrzeug
festgefahren hatte, trat der Betrunkene die Flucht zu Fuß an, wurde jedoch kurze Zeit später von einer Streife der Polizeiautobahnstation Baunatal festgenommen.

Vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer hatten der Feuerwehr und der Polizei ein brennendes Auto im Bereich der Unfallstelle gemeldet. Wie sich später herausstellte, handelte es sich jedoch um Qualm von den durchdrehenden Reifen, als der Fahrer versuchte, sein festgefahrenes Auto frei zu bekommen.

Der Pkw war jedoch so festgefahren, dass der Fahrer sein Heil in der Flucht zu Fuß suchte. Eine Zeugin beobachtete dies und rief umgehend den Polizeinotruf 110 an. Sie gab zudem eine detaillierte Personenbeschreibung des Flüchtenden ab.

Eine Polizeistreifel konnte in der Zufahrt zu einem nahegelegenen Werksgelände einen Mann festnehmen, auf den die Beschreibung passte. Hierbei bekamen die Beamten auch eine Erklärung, warum der 54-Jährige von der Unfallstelle geflüchtet war. In seinem Atem stellten sie deutlichen Alkoholgeruch fest. Der fällige Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,7 Promille, weshalb er die Beamten zur Blutentnahme auf die Dienststelle begleiten musste.

Sein Fahrzeug wurde abgeschleppt. Weitere Ermittlungen ergaben zudem, dass der 54-Jährige derzeit nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Der Mann
muss sich nun wegen des Verkehrsunfalls mit Trunkenheit, der Unfallflucht und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.