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Präsentierten das Programm der dritten Alsfelder Kulturtage: Bärbel Haltenhof, Roland Heinrich und Dr. Walter Windisch-Laube. Foto: aep

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Alsfelder Kulturtage starten am 17. Mai – Einblicke in das Programm16 Tage mit Musik, Malerei, Vortrag und Fotografie

ALSFELD (aep). 53 Veranstaltungen in zwei Wochen an 32 Spielstätten: Das ist der Rahmen der dritten Alsfelder Kulturtage, die am 17. Mai eröffnet werden – an einem besonderen Ort, wie die Organisationschefin Bärbel Haltenhof am Mittwoch bei einem Pressegespräch hervorhob: auf dem eigens für die Kulturtage aufgepeppten Brachgelände des ehemaligen Deutschen Hauses. Das geschieht nicht ganz zufällig: Natur ist diesmal der rote Faden für viele Angebote.

„Auch die dritten Alsfelder Kulturtage bieten wieder ein buntes, abwechslungsreiches Programm“, betonen Bärbel Haltenhof und der künstlerische Leiter Dr. Walter Windisch-Laube bei der Vorstellung. Ein Blick in das Programm zeigt es: Es gibt Konzerte, Lesungen, Vorträge, Theateraufführungen, Kabarett, Führungen, Ausflüge und Ausstellungen quer durch die Stadt. Offizielle Eröffnung ist am Samstag, 17. Mai, um 10 Uhr unter freiem Himmel auf der Fläche an der Ecke Alice-/Marburger Straße in Anwesenheit des Schirmherrn, Bürgermeister Stephan Paule. Die Brache – als Deutsches Haus einst eine Stätte der Feste und Begegnung – sol bis dahin zu einer „grünen Oase am Rande der Altstadt wachsen“, wie die Organisatoren formulieren.

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Als Alsfelder Maler-Klassiker dabei: Robert Müller-Alsfeld wird bei Gisela und Dieter Müller ausgestellt.

„Natur und Kunst – sie scheinen sich zu fliehen“. Dieses Wort von Goethe ist das Motto der dritten Alsfelder Kulturtage und findet sich in Gartenführungen, einer Vogelstimmenwanderung oder dem Besuch auf einem Öko-Versuchsfeld wieder.

Kabarett mit Dietrich Faber und Thomas Freitag

Die unterschiedlichsten Akzente werden aber auch im musikalischen Bereich gesetzt: mit einer Vielzahl von Konzerten. Der Alsfelder Konzertchor lädt zum Beispiel zu einer „Italienischen Nacht“, das Holografic Field Ensemble Osnabrück zu sphärischer Musik , und Filmmusiken präsentiert die Big Band des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Das Marburger Oktett, das Frankfurter Bläser-Ensemble Dreiklang, das Altenburger Blasorchester, Martin Müller-Weiffenbach, Alexander Urvalov oder auch Mikael Börresen, Elke Saller, Trevor Richards und Simon Wahby sind Namen, die für unterschiedliche Konzertveranstaltungen stehen.

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Das vollständige Programm gibt es unter www.alsfelder-kulturtage.de

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Könner des Kabarett bei den Kulturtagen: Dietrich Faber. Foto: Archiv/aep

Vielversprechende Namen im Programm sind sicherlich auch der Romanautor und Kabarettist Dietrich Faber, dessen „Vogelsbergkrimis“ die Region auf der Landkarte des deutschen Krimis auftauchen ließen, und Thomas Freitag – „einem der Großen der Kleinkunst“, der für die Kulturtage wieder in seine Heimatstadt zurückkehrt.

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Schauspieler in der Aufführung „Josefine, die Sängerin“: der Schauspieler Ilja Pletner.

Anregende und reizvolle Diskussionen wiederum versprechen Vorträge zu verschiedenen  Themen: Professor Manfred Kluge geht der Frage nach, wie viele Menschen die Erde verträgt. Der Professor Hans Geissel, auch ein ehemaliger Alsfelder, schlägt den Bogen von den Naturphilospohen zur Schwerionenforschung. Ebenfalls Professor ist Wolfgang Beutelsbacher, der Direktor des Gießener Mathematikums, der sich mit einer Verbindung zwischen Kunst und Mathematik beschäftigt – so wie Dekan Dr. Jürgen Sauer mit Natur und Kunst. Matthias Nicolai begleitet anhand von Gedanken und Aphorismen Künstler auf Reisen.

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Abschiedskonzert bei den Alsfelder Kulturtagen: die Viscounts.

Letztlich gehören auch Kunstmalerei und Fotografie mit neun Ausstellungen zu den Alsfelder Kulturtagen. Der Alsfelder Kunstverein ist dabei, Heinrich Geisel oder auch der Alsfelder Maler-Klassiker Robert Müller-Müller, die Kunstdesignerin Ingrid Wriedt und Axel Pries, Redakteur und Fotograf von Oberhessen-live.

22.000 Euro beträgt der Etat der Alsfelder Kulturtage in diesem Jahr, erklärt die Organisationschefin Bärbel Haltenhof. Dennoch seien alle Veranstaltungen, die der Verein der Kulturtage selbst veranstaltet, ohne Eintritsgeld zugänglich. Sie betont: Der Betrag komme aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. „Da sind keine Zuschüsse von der Stadt oder einer anderen öffentlichen Stelle bei.“

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Mit im Programm: Trevor Richards.

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„Menschen und Momente“: ein Bild aus der Fotoausstellung von Axel Pries.

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Ausstellung: Kreisel und Bäume. Foto: Kauß

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Einblicke in kunstvolle Gärten, hier bei Ursula Frank.

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Immer wieder gefraqt: ein Konzert des Altenburger Blasorchesters.